Presse-Info 17041 FMB care GmbH  – Das neue Formidabel, ca. 6.000 Zeichen plus Anmerkungen 

Es geht auch anders!

Freiheitsentziehende Maßnahmen gegen Null: Mit dem neuen Formidabel von FMB

Seitensicherungen optional

Wir treffen FMB care Geschäftsführer Martin Ferber in dem großen Ausstellungssaal des Unternehmens in Salzkotten. Er präsentiert das neue Formidabel in vier Varianten. Ein Musterbett ganz in Softcover. Eines mit geteilten seitlichen Holzpaneelen. Ein weiteres Bett, bei dem die kopfseitigen Hälften dieser Paneele durch Seitengitter ersetzt sind. Und schließlich das vierte, das auch fußseitig mit Seitengittern komplettiert ist. „Nein, keine Seitengitter,“ verbessert uns Martin Ferber. „Beim Formidabel arbeiten wir mit einem speziellen Seitenschutz. Und der kann von der Pflege optional so eingesetzt werden, wie der einzelne Bewohner ihn benötigt. Nur kopfseitig. Vierfach ringsherum. Oder eben gar nicht.“
Keine Seitengitter, das entspricht den Vorgaben des Expertenstandards Sturzprophylaxe 1) und den Initiativen von Redufix 2) und Werdenfelser Weg 3). Martin Ferber: „Unser neues Formidabel macht es der Pflege leicht, keinerlei freiheitsentziehende Maßnahmen einzusetzen – was nicht da ist, kann auch nicht genutzt werden.“ 4)
Muss in der Regel auch nicht genutzt werden. Denn aus dem Tiefstlagerungsbett Formidabel mit einer Bodennähe von 23 cm kann der Bewohner nicht hinausstürzen. Aus dieser Tiefe kann der Bewohner im Falle eines Falles lediglich herausrollen. Und das in der Regel verletzungsfrei. Wobei dieser Vorfall dann spontan vom Safer-Exit-System dem Pflegedienst gemeldet wird.

Ganz spezieller Seitenschutz

FMB hat dabei jene Bewohner im Blick, die sich durch einen zusätzlichen Schutz geschützt sehen möchten. Und hat einen ganz speziellen Seitenschutz entwickelt, der nicht mit den üblichen, gefährdenden Stangen und Traversen arbeitet, die einen verwirrten Bewohner wohlmöglich noch einklemmen 5). Der Seitenschutz beim Formidabel besteht aus einem sympathischen weil transparenten Textil-Gewebe (antimikrobiell
beschichtet, einfach austauschbar und waschbar) in einem stabilen Rahmen, der stufenlos bis zur maximalen Höhe ausgezogen werden kann und der Norm entsprechend so stabil ist, dass er vom Bewohner auch als Aufstehhilfe genutzt werden kann.
Bei Bedarf wird dieser Seitenschutz im Austausch mit der entsprechenden Seitenpaneel-Hälfte z.B. kopfseitig ganz einfach, schnell und werkzeuglos von der Pflegekraft selbst angebracht.
„Keine integrierten Seitengitter sondern nur optional einzusetzender Seitenschutz, das definiert Sicherheit für den Bewohner natürlich völlig neu“ erläutert Martin Ferber. Und es entspricht der Grundforderung der Leitlinie FEM: Die wichtigste Alternative zur Anwendung von FEM ist deren Vermeidung. Zur Erlangung dieses Ziels bedarf es vor allem der Einstellung, eine Pflege ohne FEM ermöglichen zu wollen. 6)

Noch mehr Sicherheit

Auch deshalb wird das FMB CARE Sicherheitskonzept ergänzt durch die bereits angeführte Möglichkeit einer Tiefstlagerung in 23 cm Bodennähe als Sturzprävention während der Schlafphase. Durch das Safer Exit-System, das ein Verlassen des Bettes spontan anzeigt und das Unterbett-Nachtlicht einschaltet. Und schließlich durch einen speziellen Szenario-Handschalter, mit dem der Bewohner nicht nur die vorgegebene Tiefst- und Höchstlagerung, sondern auch seine individuelle Ausstiegs- und Komfortsitzposition ganz direkt ansteuern kann.
Als perfektes Pflegebett entspricht das Formidabel natürlich allen technischen Anforderungen der DIN IEC 69601-2-52. Es hat eine sichere Arbeitslast bis 225 kg. Es ist fahrbar, die Fahr- und Bremsbarkeit ist in jeder Lagerhöhe möglich. Es hat die Maße 90 x 205 cm und es läßt sich werkzeuglos verlängern auf 210 und 220 cm. 7)
Die Formidabel-Vorteile für den Bewohner: 
Gut und sicher Liegen.
Was nicht vorhanden ist, kann nicht genutzt werden. Muss auch nicht genutzt werden, denn die Niedrigstprosition von 23 cm schützt den Bewohner.
Die Formidabel-Vorteile für die Mitarbeiter: 
Gut und sicher Pflegen.
Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht eingesetzt werden. Die Mitarbeiter kommen gar nicht auf die Idee, freiheitsentziehende Maßnahmen ohne Freigabe oder Not vorzunehmen.
Die Formidabel-Vorteile für den Betreiber: 
Keine Probleme bei geringeren Investitionen.
Was nicht vorhanden ist kostet auch nichts. Optional muss nur so viel Seitenschutz bereitgestellt werden wie tatsächlich benötigt wird. Und: Was aus gutem Grund nicht genutzt wird, kann auch rechtlich keine Konsequenzen haben.
FMB care GmbH, Am Schlinge 8, 33154 Salzkotten
Anmerkungen
1) Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege, 
DNQP 2006, p88: „Die Verwendung freiheitseinschränkender Maßnahmen einschließlich Bettgittern zur Sturzprävention sollte unbedingt vermieden werden.“
2) Das ReduFix-Projekt, Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart, 2009
4) s. hierzu die Studie „Leitlinie FEM / Mehr Freiheit wagen“, erstellt von den Universitäten Hamburg und Witten/Herdecke, 2015: Die Häufigkeit von FEM (überwiegend durch Bettgitter) in den beobachteten 30 Einrichtungen lag im Schnitt bei 26,2 Prozent, in der Spitze sogar bei 59 Prozent. Für 2/3 der Maßnahmen lagen keine korrekten Einwilligungen vor.
5) leitlinie-fem.de schon auf der Startseite: „Studienergebnisse deuten darauf hin, dass freiheitseinschränkende Maßnahmen nicht geeignet sind, Stürze und Verletzungen bei Bewohnern zu verhindern. Sie haben jedoch durch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Bewohner eine Reihe negativer Konsequenzen und können, wenn auch selten, zu schweren Verletzungen wie Einklemmungen und Strangulationen führen.
6) Mehr Freiheit wagen! Leitlinie FEM. Update 2015, p15
Pressekontakt: 
Heiko Heine c/o Heiko Heine Kommunikation
+49 511 66 16 99